Seriöse Rassekatzenzüchter befassen sich ausgiebig mit der Vererbungslehre um mögliche genetische Krankheiten auszu-schließen und wählen nur die besten Tiere zur Zucht aus. Dazu werden schon die Katzenkinder tierärztlich auf Erbkrank-heiten untersucht.

Die Maine Coon unterliegt einem reproduzierten Zuchtprogramm, da sie im zwanzigsten Jahrhundert durch die in Erscheinung getretenden Perserkatze abgelöst wurde fast ausgestorben war.

 

Katzenfreunde nahmen sich damals der Maine Coon an und züchteten zum Erhalt aus nur vier Tieren diese Rasse weiter. Erst nachdem die Maine Coon ihren Boom in anderen Ländern erlangte, wurde sie 1985 zur Nationalkatze des Bundesstaates Maine in Nordamerika ernannt.

Hier erhalten Sie Informationen zu Krankheiten, giftiges und der richtigen Pflege bis ins hohe Alter:
HCM
Genetische GesundheitsnachweiseSMAImpfschutz und Tierkennzeichnung

Giftige StoffeGiftige PflanzenPflege Lebenserwartung


HCM
Eine der befürchteten Rassekatzenkrankheit ist die Hypertrophe Kardiomyopathie kurz HCM genannt. Sie ist eine angeborene Erkrankung der Herzmuskulatur und charakterisiert durch eine meist asymmetrische Verdickung Muskulatur der linken Herzkammer. Bei einem Teil der Fälle kommt es zu einer Unterbelastung zunehmenden Verengung der linksseitigen Ausfluss-bahn und im Verlauf zu einer Versteifung des Herzmuskels.
Die Ursache für diese Erkrankung ist trotz jahrelanger Untersuchungen nicht feststehend erforscht. Nach Studien zu Folge waren trotz negativer Gentests (N/N) einige Katzen an HCM erkrankt, wiederum gab es Katzen die Teilträger (N/HCM auch NHC genant) oder Träger (HCM/HCM) des Gens sind, jedoch nicht an HCM erkrankten.
Diese Herzerkrankung tritt auch bei anderen Katzenrassen wie Britisch Kurzhaar (Kartäuser) Ragdoll, Perser, American Shorthir, Rex, Abbyssiner, Siamesen und Burma in Erscheinung.

Bitte berücksichtigen Sie, dass wie bei uns Menschen mit zunehmenden Alter auch das Herz sowie andere Organe in der Leistung nachlassen. Hat Ihre Katze schon 10 Lebensjahre hinter sich, so treten altersbedingte Beschwerden ein, die nicht auf Zuchtfehler zu schließen sind.

Ein Teil der Vorfahren in meinen Zuchtlinien sind im Herzultraschall negativ getestet worden. Ein weiterer Anteil von Zuchttieren sind genetisch auf HCM gestestet. Es sind bisher noch keine herzerkrankten Tiere mit HCM aus meiner Cattery "Wild-Obsessions" nachgewiesen.

Genetische Gesundheitsnachweise
Nachzuchten aus meiner Cattery

Wild-Obsessions Chu´Mana
Wild-Obsessions Fox Girl
Wild-Obsessions Jack Daniels
Wild-Obsessions Mc Donald
Wild-Obsessions Magic Symphony
Wild-Obsessions Midight Lady
Wild-Obsessions Lilly Lynx
Wild-Obsessions Pop Titan
Wild-Obsessions Romantic de Lux
Wild-Obsessions Sweet Socks
Wild-Obsessions Vagabound
Wild-Obsessions Wamblee
Zuchttiere anderer Catterys in meinen Linien

Ashabelle Daphne
Ashabelle Vadim
Coppermines Wendy
Justcoon´s Do Rheena
Maine Coon Dynasty´s Cher
Ninifee Mercy from the Satyr
of Moonlight Cat´s Redwood
Winerau´s Vulkanus



SMA
Die spinale Muskelatrophie kurz SMA (eine Erkrankung bislang nur bei Maine Coons), der Nerven-zellen wobei alle Muskeln des Körpers betroffen werden.
Maine Coons die davon betroffen sind, zeigen ab der 12. Lebenswoche auftretende Muskelschwäche und Muskelschwund mit einer Entartung der spinalen Motoneurone. Erkrankte Tiere haben eine fort-schreitende Instabilität des Ganges und Haltungsabnormen.
Die Erkrankung führt zu einer fortlaufenden Behinderung mit Verkürzung der Lebenszeit.

Der SMA liegt eine genetisch defekten Mutation zugrunde und wird autosomal rezessiv vererbt. Eine Katze kann also nur erkranken, wenn sie je ein mutiertes Gen von Mutter- und Vatertier erhalten hat. Somit müssen beide Elterntiere das defekte Gen tragen.

Tiere die nur mit einem Gen (N/SMA) betroffen sind, können selber nicht erkranken, geben jedoch diese Erbanlage zu 50% an ihre Kinder weiter. Deshalb besteht das Risiko, wenn beide Eltertiere das defekte Gen tragen, dass deren Nachkommen von der Erkrankung (zu  100% SMA/SMA) betroffen sind.



Impfschutz und Tierkennzeichnung
Meine Maine Coon Babys werden ab der zweiten Lebenswoche entwurmt. Dieser Intervall wird alle zwei Wochen bis zur Abgabe in das neue Heim durchgeführt.
Sie erhalten zweimal eine Grundimmunisierung gegen Katzenseuche, Katzenschnupfen und Leukose. Die Erstimpfung erfolgt ab der 8. Lebenswoche und die Wiederholungsimpfung in der 12. Lebens-woche, wobei Tiere die ins Ausland ziehen, entsprechend der grenzüberschreitenden Vorschriften den Tollwutschutz erhalten.

Jedes Kätzchen erhält entsprechend dem Tierschutzgesetz sowie den Zuchtbestimmungen einen Chip (elektronische Kennzeichnung) und wird anatomisch und gesundheitlich vom Tierarzt überprüft

Nach der Übergabe des Jungkätzchens, sollte Sie die Entwurmung alle drei bis sechs Monate wiederholen. Die Grundimmunisierung ist dann jährlich vom Tierarzt aufzufrischen.
Aufgrund des in Europa vorkommenden Feline Infektiöse Pertionis (FIP), wird empfohlen, das Jungtier in der 16. und 19. Lebenswoche, sowie im jährlichen Abstand dagegen impfen zu lassen.



Giftiges - Bitte nicht!

* Bei fast allen Vergiftungen ist Erbrechen eines der Symptome. Weiterhin können je nach Vergiftung Speicheln, Durchfall, Herz-Kreislauf-Probleme, Atembeschwerden, Krämpfe, Speicheln, Bauch-schmerzen, Fieber, Erregheitszustände aber auch gedämpfte Zustände aufreten. Die wenigsten Vergiftungen haben typische Symptome/Erscheinungen. Besondere Symptome und auch mögliche Organschäden bzw. Spätfolgen sind in der Tabelle zusätzlich aufgeführt.
Giftige Stoffe
Enthaltener Wirkstoff Dosis des Wirk-stoffes pro kg Körpergewicht Gehalte Symptome
Acetylsalicyl-
säure
Z. B. Aspirin, ASS 25 mg/kg 2x tgl. 1/4 Tbl. Aspirin (500) für eine 5 kg schwere Katze Spätere Organschäden möglich *
Blei   Je nach Verbindung 300 mg-2,5/kg Z. B. Altöl, bestimmte Farben, Lametta, Bleigewichte, Schrotkugeln, Batterien, Golfbälle, Linoleumböden, Druckerschwärze Aifnahme über die Haut möglich.
Sehstörungen, Blutarmut. In akuten Fällen erscheinen Symptome nach ein paar Tagen, aber auch chronische Vergiftungen sind möglich *
Haschisch Tetrahydrocan-nabiol (THC)
> 84 mg getrock-nete Blätter/kg (entspricht ca. 8,4 mg THC) Weniger als ein halbes Gramm ist für eine Katze bereits aus-reichend *
Kaffee Coffein 80 mg/kg 1 Tasse Kaffe:
40-500 mg; ent-spricht bei einer 4 kg Katze ca. 1/2 bis 1 Tasse Kaffee
*
Knoblauch oder Knoblauch-
extrakt
Allicin 5 g/kg bzw.
1,25 ml/kg
Eine halbe Knolle frischer Knob-lauch würde etwa für 1 Katze aus-reichen Hämolytische Anämie (Blutarmut)
Nikotin Tabak 4 mg/kg Zigaretten enthal-ten 9-30 mg Niko-tin, Stummel ca.
5-7 mg; etwa eine halbe Zigarette würde für 1 Katze ausreichen
Vor allem Erregungs-zustände
Obstkerne
(Aprikosen, Pflaumen, Pfirsich, Bittermandel)
Cyanverbin-dungen
(Blausäure und Cyanide)
2 mg/kg   Atemstillstand *
Pyrethroide/
Pyretherine
z. B. Permetrin
Insektizide, Aka-rizide, Schäd-lingsbekämp-fungsmittel < 0,5-5 g/kg Katzen können den Wirkstoff nicht verstoff-wechseln, da ihnen ein Enzym fehlt Krampfanfälle,
Speicheln,
erbrechen,
Durchfall *
Quecksilber Je nach Verbin-dung 0,26-3 mg, Aufnahme über
56 Tage
Manche Saatbeiz-mittel, bestimm-te Farben, Ther-mometer, Batte-rien, quecksilber-verseuchtes Futtermittel
(z. B. Meeres-fische);
1 Knopfbatterie enthält 1-5 g Quecksilber
Zahnverlust,
Quecksilber-
saum des Zahnfleisches *
Schokolade Theobromin Etwa 40-50 g insgesamt für Symptome Entspricht ca. einer halben
Tafel
Eher Erregungs-zustände *
Schwarzer Tee Coffein,
Theophyllin
80 mg/kg 1 Tasse Tee 40-100 mg; bei einer 4 kg Katze 3-8 Tassen *
Strychnin   0,5 mg/kg Z. T. gegen Vögel, Nager, Füchse oder ähnlich eingesetzt, Vergiftung durch die Aufnahme der Beutetiere Überempfind-lichkeit der
Sinne
(Geräusche, Berührung,
Licht) *
Thalium   12 mg/kg Früher zur Nager-bekämpfung eingesetzt. Thaliumsalze oder alten Ködern werden kaum abgebaut und bleiben noch nach Jahren gefährlich Fellverlust bei chronischen Vergiftungen
Zwiebeln N-Propyldisulfid 0,5 % des Körpergewichts 1/2 kleinere Zwie-bel ist etwa für 1 Katze ausreichend Hämolytische Anämie (Blutarmut)


Giftige Pflanzen

Hauptwirkstoffe / Toxische Dosis / Wirkmechanismus Symptome
Amaryllis/Ritterstern Tödliche Dosis unbekannt; vor allem Zwiebeln sind giftig Sehr giftig. Kann auch Kon-taktdermatitis auslösen *
Azalee Diterpene  
Bogenhanf/
Bajonettpflanze
Organische Säuren, hämoly-tisches Sapogenine; alle Pflanzenteile sind giftig Schwach giftig.
Hämolyse *
Brunsfelsie Unbekannt *
Buchsbaum Verschiedene Alkaloide
(v. a. Buxin); 0,8 g/kg Körpergewicht
Erst erregende Wirkung, dann lähmend und blut-drucksenkend *
Christdorn/Stechpalme Verschiedene Gifte; 10 Bee-ren können bereits tödlich Sehr giftig *
Dieffenbachie "Schweigohr" Unlösliche Calciumoxalat-kristalle, cyanogene Glyko-side, Alkaloide, Sapoine. Auch das abgeflossene Gießwasser ist sehr giftig Sehr giftig. Von den Blättern sollen 3-4 tödlich wirken.
Stimmverlust und Nieren-schädigung möglich. Nach Bisskontakt:<br>starke Schleminhautschwellung, Blasen, Geschwüre, Spe-icheln. Augeläsionen durch Kontakt mit Milchsaft *
Drachenbaum, Drachenlilie Saponie Lokale Reizung,
Magen-Darm-Beschwerden
Efeu Verschiedene Alkaide
(v. a. Taxin)
Sehr giftig.Wirkt vor allem auf das Herz, kann Herzstill-stand verursachen
Engelstrompete Überwiegend Scpalamin,
L-Hyoscyamin, Atropin. Während der Blütezeit
höchste Gehalte, alle Pflan-zenteile sind giftig, auch der Sud. Tödliche Dosis unbe-kannt. Werden manchmal auch als Zimmerpflanzen
genutzt
Sehr giftig.
Erregung oder Dämpfung, eventuell tödlich *
Fensterblatt Unlösliche Calciumoxalat-kristalle, Oxalsäure;
Dosis un bekannt
Speicheln und Schluckbe-schwerden. Brennen und mechanische Schädigung der Mund- und Rachenschleim-haut. Bei Aufnahme sehr
großer Mengen Nierenschä-digung und Hypocalcämie *
Ficus/Gummibaum Krämpfe, Lähmungen
und Tod
*
Fingerhut Herzwirkende Glykoside Tod durch Herzstillstand *
Goldregen Verschiedene Quinolizidind-Alkaloide (z. B. Cytisin);
3 mg/kg Körpergewicht der Katze. Auch getrocknet giftig. Wird auch über die
Milch ausgeschieden
Sehr giftig.
Wirkt erst erregend,
dann lähmend, Tod durch
Atemstillstand
Maiglöckchen Enthält u. a. herzwirkende Glykoside. Gift wird durch Trocknen nicht zerstört Sehr giftig.
Tod durch Herzstillstand *
Misteln Enthalten Viscotoxine (Polypeptide) und Viscumin (Lectine), höchster Gehalt an Lectinen im Winter in Blütenknospen und Beeren. Dosis unbekannt Weniger giftig.
Herz-Kreislauf-Probleme, auch lokale Reizwirkung
Oleander Enthält herzaktive Glykoside (Olean-drin, Neriosid), auch getrocknet giftig, höchster Gehalt in Samen.
0,005 % des Körpergewichts
getrocknete Oleanderblätter
Sehr giftig.
Tod durch Herzstillstand
*
Philodendron Unlösliche Calciumoxalat-kristalle, Oxalsäure Unruhe, Zittern,
erhöhte Temperatur,
Nierenschädigung
Rhododendron Enthält verschieden Toxine (Rhododendrin, Rhododen-drol, Andromededotoxin, Urolsäure, Arbutin, Tannin, Gallussäure)

*
Tannenadeln Ästherische Öle wie Terpentinöl Nieren- und
Leberschädigung *
Thuja Enthält ätherisches Öl, Bitterstoffe und Gerbstoffe Sehr giftig. Leber- und Nierenschaden möglich *
Weihnachtsstern Die meisten Zuchtformen sind gering toxisch, jedoch können vereinzelt hochgif-tige Formen auftreten Es gibt 2 Fallberichte, in denen ein älterer Hund (nach Aufnahme von 3 Blättern und eine Katze verstarben *
 Quelle: Intervet Deutschland GmbH


Pflege
Die Pflege vom Fell der Maine Coon richtet sich nach der Jahreszeit. Im Winter ist das Fell dichter und stärker. Es empfiehlt sich schon das Jungtier an regelmäßiges Kämmen und Bürsten zu gewöh-nen, damit später das erwachsenen Tier leichter zu "handhaben" ist.
Je nach Jahreszeit sollte die Katze in wöchentlichen Abständen gekämmt werden.

Die Ohren sollten regelmäßig kontrolliert werden. In der Regel sind sie sauber. Ist die Ohrmuschel einmal etwas schmutzig, dann reinigt man diese mit einem weichen feuchten Babytuch.

Auch die Augen gesunder Katzen weisen gelegentlich Krusten vom Schlaf oder Tränen auf. Diese können ebenfalls mit einem weichen Babytuch abgewischt werden.

In monatlichen Abständen ist auch das Gebiss zu kontrollieren, um eventuelle Zahnsteinbildung oder Zahnfleischentzündung zu erkennen. Bei Auftreten einer dieser Merkmale, sollte die Katze dem Tierarzt vorgestellt werden.

Für die Krallen bietet sich ein Kratzbaum zum Abwetzen. Manche Maine Coons sind allerdings recht kratzfaul. Bei Ihnen müssen die Krallen mit einer Katzenkrallenzange aus dem Zoofachhandel gekürzt werden. Dabei nur die nicht mehr durchblutete Krallenspitze entfernen.


Lebenserwartung
Bei gesunder und artgerechter Ernährung und Haltung liegt die durchschnittliche Lebenserwartung bei 10 bis 16 Jahre. Es gibt aber auch bei Maine Coons Ausnahmen, die 18 Jahre und älter werden.

In all diesen Jahren werden Sie immer neues an Ihrer Maine Coon entdecken. Die Katze wird Sie nicht enttäuschen, auch wenn Sie einmal schlechte Laune haben, wird es die Maine Coon sein, die Ihnen verzeiht und auf Sie zukommen wird.

Auffällig ist, dass Katzen im hohen Alter ruhiger werden, jedoch nicht ergrauen und ermüden. Sie behalten ihre Aufmerksamkeit und Beweglichkeit bei. Der reale Alterungsprozess geht dann ziemlich schnell, in dem die Katze gesundheitliche Probleme bekommt.
Sollte Ihre Katze im Alter schwer krank sein und nicht von alleine sanft einschlafen, so liegt es in Ihrer eigenen Verantwortung gegenüber dem Tier – auch wenn dieser Schritt sehr schmerzhaft ist, es nicht unnötig leiden zu lassen.