EINE WISSENSCHAFT FÜR SICH  

Seriöse Rassekatzenzüchter/innen befassen sich ausgiebig mit der Vererbungslehre um mögliche genetische Krankheiten auszuschließen. Sie wählen nur die besten Tiere zur Zucht aus. Dazu werden schon die Katzenkinder tierärztlich auf Erbkrankheiten untersucht. Es ist ein Aufwand, den der Mensch bei sich selbst in der Familienplanung nicht unbedingt vorher vollzieht. Ebenso wie der Mensch, sind auch Tiere trotz höchtser Gesundheitssorgfalt den Umweltbelastungen sowie Alterungsprozessen und degenerativen Änderungen unterworfen. So gibt es unter anderem spezifische Krankheiten, wo der Ursprung bislang nicht geklärt ist.  
 
HCM
Eine der befürchteten Rassekatzenkrankheit ist die Hypertrophe Kardiomyopathie kurz HCM genannt. Sie ist eine angeborene Erkrankung der Herzmuskulatur und charakterisiert durch eine meist asymmetrische Verdickung Muskulatur der linken Herzkammer. Bei einem Teil der Fälle kommt es zu einer Unterbelastung zunehmenden Verengung der linksseitigen Ausflussbahn und im Verlauf zu einer Versteifung des Herzmuskels.
Die Ursache für diese Erkrankung ist trotz jahrelanger Untersuchungen nicht feststehend erforscht. Nach Studien zu Folge waren trotz negativer Gentests (N/N) einige Katzen an HCM erkrankt, wiederum gab es Katzen die Teilträger (N/HCM auch NHC genant) oder Träger (HCM/HCM) des Gens sind, jedoch nicht an HCM erkrankten. Diese Herzerkrankung tritt auch bei anderen Katzenrassen wie Britisch Kurzhaar (Kartäuser), Ragdoll, Perser, American Shorthir, Rex, Abbyssiner, Siamesen und Burma in Erscheinung.
Bitte berücksichtigen Sie, dass wie bei uns Menschen mit zunehmenden Alter auch das Herz sowie andere Organe in der Leistung nachlassen. Hat Ihre Katze schon 10 Lebensjahre hinter sich, so treten altersbedingte Beschwerden ein, die nicht auf Zuchtfehler zu schließen sind. Ein Teil der Vorfahren in unseren Zuchtlinien sind im Herzultraschall negativ getestet worden. Die daraus anschließenden Generationen sind genetisch HCM negativ getestet.
 
 
SMA
Die spinale Muskelatrophie kurz SMA der Nervenzellen, wobei alle Muskeln des Körpers betroffen werden. Katzen die davon betroffen sind, zeigen ab der 12. Lebenswoche auftretende Muskelschwäche und Muskelschwund mit einer Entartung der spinalen Motoneurone. Erkrankte Tiere haben eine fortschreitende Instabilität des Ganges und Haltungsabnormen. Die Erkrankung führt zu einer fortlaufenden Behinderung mit Verkürzung der Lebenszeit.
Der SMA liegt eine genetisch defekten Mutation zugrunde und wird autosomal rezessiv vererbt. Eine Katze kann also nur erkranken, wenn sie je ein mutiertes Gen von Mutter- und Vatertier erhalten hat. Somit müssen beide Elterntiere das defekte Gen tragen. Tiere die nur mit einem Gen (N/SMA) betroffen sind, können selber nicht erkranken, geben jedoch diese Erbanlage zu 50% an ihre Kinder weiter. Deshalb besteht das Risiko, wenn beide Eltertiere das defekte Gen tragen, dass deren Nachkommen von der Erkrankung (zu 100% SMA/SMA) betroffen sind. Diese Erkrankung ist bislang in unserer Zucht nicht aufgetreten und nachgewiesen.
 
 
IMPFSCHUTZ UND TIERKENNZEICHNUNG
Unsere Maine Coon Babys werden ab der zweiten Lebenswoche entwurmt. Dieser Intervall wird alle zwei Wochen bis zur Abgabe in das neue Heim durchgeführt. Sie erhalten zwei Mal eine Grundimmunisierung gegen Katzenseuche, Katzenschnupfen und Leukose. Die Erstimpfung erfolgt ab der 8. Lebenswoche und die Wiederholungsimpfung in der 12. Lebenswoche, wobei Tiere die ins Ausland ziehen, entsprechend der grenzüberschreitenden Vorschriften den Tollwutschutz erhalten.
Jedes Kätzchen erhält entsprechend dem Tierschutzgesetz sowie den Zuchtbestimmungen einen Chip (elektronische Kennzeichnung) und wird anatomisch und gesundheitlich vom Tierarzt überprüft. Nach der Übergabe des Jungkätzchens, sollte Sie die Entwurmung alle drei bis sechs Monate wiederholen. Die Grundimmunisierung ist dann jährlich vom Tierarzt aufzufrischen. Aufgrund des in Europa vorkommenden Feline Infektiöse Pertionis (FIP) wird empfohlen, das Jungtier in der 16. und 19. Lebenswoche, sowie im jährlichen Abstand dagegen impfen zu lassen.